Debating AI Discussing Society
In Kooperation mit Asia Society verwandelt das Projekt architektonischen Raum in eine begehbare Skulptur und eine öffentliche Plattform für kulturelle Debatten über künstliche Intelligenz.
Debating AI Discussing Society ist ein internationales, interdisziplinäres Kunstprojekt, das die gesellschaftlichen Auswirkungen künstlicher Intelligenz als kulturelle und soziale Herausforderung begreift. Im Zentrum steht der Austausch über unterschiedliche kulturelle Zugänge zu KI, insbesondere zwischen China, den USA und Europa.
Mittelpunkt des Projekts ist eine begehbare, mit Unterstützung von KI entwickelte Skulptur, die reale architektonische Räume und Gebäudeelemente transformiert. Diese Veränderung macht sonst unsichtbare gesellschaftliche Verschiebungen durch künstliche Intelligenz räumlich und körperlich erfahrbar.
Das Projekt ist als wiederkehrendes Forum mit wechselnden Orten, Workshops, Diskussionsformaten und transdisziplinärer Beteiligung angelegt. Es knüpft an den erweiterten Begriff der sozialen Skulptur an: Gesellschaft wird als formbarer Raum verstanden, der durch aktive Beteiligung mitgestaltet wird.
KI als kulturelle Struktur
Künstliche Intelligenz ist nicht nur Technologie. Sie spiegelt kulturelle Vorstellungen, Werte und soziale Normen. Europa, China und die USA stehen exemplarisch für drei unterschiedliche Umgangsweisen mit KI, geprägt durch historische, philosophische, ökonomische und politische Traditionen.
Das Projekt nutzt diese Unterschiede als Ausgangspunkt für interdisziplinäre Reflexion: Wie beeinflussen kulturelle Werte unsere Vorstellungen von KI? Wie kann ein globaler Diskurs über diese Technologie entstehen, ohne dass eine einzige Ideologie dominiert?
Kunst wird zur Plattform, auf der diese Fragen nicht nur besprochen, sondern räumlich erfahren werden.
KI verwandelt Räume in begehbare Skulptur
Künstliche Intelligenz verändert gesellschaftliche Strukturen, Arbeitswelten, Machtverhältnisse und Selbstbilder. Wenn Maschinen kreative, analytische oder empathische Fähigkeiten imitieren, stellt sich die Frage, was spezifisch menschlich bleibt.
Die Skulptur übersetzt diese strukturelle Transformation in eine analoge Erfahrung. Sie stellt bestehende Hierarchien infrage, erzeugt neue räumliche Ordnungen und zwingt dazu, das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine neu zu denken.