Wiederkehrende Strukturen der Praxis.
Systems beschreibt ein Lesemodell wiederkehrender Strukturen innerhalb der künstlerischen Praxis: Wahrnehmung, Beobachtung, Partizipation, Datenübersetzung und soziale Verhaltensanalyse.
Wahrnehmung wird zum Feld.
Zeichnen und Malen sind Formen des Verstehens. In Zeichnungen, Malereien und Arbeiten auf Papier werden Spur, Bewegung und Verdichtung zu materiellen Ordnungen. Dieselbe Methode, die in den Installationen räumlich erfahrbar wird, erscheint hier konzentriert im Bild.
Beobachtung verändert, was sie beobachtet.
Waldprotokolle, Smartphones und Körper werden zu künstlerischem Material. Überwachung, Spuren und öffentliche Aufmerksamkeit werden als räumliche und soziale Anordnungen sichtbar.
Partizipation ist Teil des Materials.
Das Publikum wird elementarer Bestandteil der Arbeit. Entscheidung, Risiko, Distanz, Empathie, Freiheit und Aussetzung bilden ihre Struktur.
Daten werden Linie, Licht und Raum.
Digitale Information wird in Zeichnungen, Bewegungsprofile, Lichtstrukturen und räumliche Situationen übersetzt. Aus unsichtbaren Prozessen entstehen Formen, die Wahrnehmung, Bewegung und Körper in Beziehung setzen.
Kollektive Bedingungen werden sichtbar.
Privatheit, Migration, pandemische Distanz, künstliche Intelligenz und der Wunsch nach Freiheit werden als Beziehungssysteme verstanden. Die Arbeiten schaffen Situationen, in denen diese Kräfte sichtbar, spürbar und verhandelbar werden.
Über Medien hinweg verwandelt Mehnert Systeme in Situationen: Zeichnungen verdichten Wahrnehmung, Daten werden räumliche Struktur, und Partizipation legt offen, wie Kontrolle, Freiheit und soziales Verhalten produziert werden.
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