Farbige Lichtlinien verdichten sich zu einer Säule, lösen sich an ihrem Fuß und zeichnen freie Formen auf den Boden. Die Lichtsäule verbindet skulpturale Präsenz mit einer offenen Zeichnung im Raum.
Die Lichtsäule entwickelt sich aus dem Zusammenspiel einer klaren Grundform und einer frei geführten Linie. Ein zylindrischer Drahtkorb bildet die tragende Struktur. Um ihn winden sich LED-Linien, die einander kreuzen, überlagern und zu einem dichten Geflecht aus Farbe und Licht verbinden.
Am Fuß öffnet sich die vertikale Form: Die Lichtlinien treten aus dem Körper der Säule heraus und breiten sich in Schleifen und Bögen über den Boden aus. Zwischen gebündelter Form und freiem Verlauf entsteht eine räumliche Zeichnung, deren Ausdehnung sich dem jeweiligen Ort anpassen lässt.
Bei Tageslicht bleiben das Drahtgitter und die hellen LED-Schläuche als materielle Struktur sichtbar. In der Dunkelheit tritt die Konstruktion zurück; die farbigen Linien prägen die Wahrnehmung der Arbeit und strahlen in ihre Umgebung aus. Die Lichtsäule macht so das Verhältnis von Linie, Körper und Raum unmittelbar erfahrbar.





